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Prüfungsvorbereitung mit ICD10, Laptop, Kateikarten und Stift

Jahresrückblick 2023 – Wenn Wünsche wahr werden

Ja, es ist schon März 2024, aber ich möchte dennoch von meinem sehr bewegenden letzten Jahr berichten.

Und wie das Jahr 2022 endete, so begann das neue Jahr 2023: mit lernen, lernen, und noch mehr lernen. Und dann kam auch noch Schnee. 🙂

Rückblickend ist es wieder ein ereignisreiches Jahr geworden. Das hätte ich nach dem vorherigen gar nicht gedacht.

Und wer sich mal gefragt hat, ob das mit dem Wünschen und Manifestieren wirklich klappt, sollte unbedingt weiterlesen!

Habe ich dich neugierig gemacht? Dann mal los! 🙂

Lernen, lernen, ach ja und lernen – Mehr geht (n)immer…?

Seit Dezember steckte ich quasi „Oberkante Unterlippe“ in der Prüfungsvorbereitung für die Überprüfung vor dem Gesundheitsamt. Bis zum 15. März galt es also alle möglichen Prüfungsfragen zu üben, weiterführendes Fachwissen zu Psychotherapie, Psychiatrie, aber auch zu Notfällen und entsprechenden Maßnahmen, zu lernen.

Das war eine sehr intensive Zeit, die geprägt davon war, dass ich insbesondere abends meinem Mobiliar und meinen Pflanzen all mein erworbenes Fachwissen weiter gab. Meine Familie blieb verschont, weil schlief längst, setzte Kopfhörer auf oder wohnte woanders.

Uns so ging das über mehrere Monate. Und wer jetzt meint, dass es mir zum Halse heraus hing, irrt, denn es war eine der intensivsten Zeiten meines Lebens. In jede Minute wusste ich genau, was ich tun wollte und steuerte immer meinem Ziel entgegen.

Ich war ständig mit vielen Menschen in Kontakt, die im selben Boot saßen und wir verstanden uns praktisch blind. Wir tauschten Tipps aus, profitierten gegenseitig von bereits erworbenem Wissen und halfen uns ganz selbstverständlich gegenseitig, wenn mal etwas hakte.

Diese Zeit möchte ich um keinen Preis missen.

Einige meiner Kontakte halten bis heute und es entwickeln sich wunderbare Kooperationen. Ich bin wirklich sehr gespannt, was wir zukünftig alles bewegen können.

Es schneit, es schneit!

Eine willkommene Abwechslung zum Lernen war der Schnee Ende Januar / Anfang Februar. Mit der ganzen Familie ging es mit dem Schlitten los und wir rodelten um die Wette.

Für meinen kleinen Sohn war es ein großes Highlight! Und für uns Große war es ebenfalls mal wieder ein schöner und unbeschwerter Zeitvertreib außerhalb des eingefahrenen Alltags.

Ein Paket Textmarker, viele Kugelschreiber und (fast) 60 aufregende Minuten

Und dann war er da: der Prüfungstag. Um 9 Uhr begann die schriftliche Prüfung des Gesundheitsamts Dortmund. Tage davor hatte ich mir schon überlegt, wie ich fahre, wo ich parke, was ich alles brauche und so weiter…

War ich nervös? Hell yeah! Aber ich war super gut vorbereitet. Ich hatte eine super gute Vorbereitung genossen und mir eine Rutine erarbeitet. Jede Aufgabe las ich mir zunächst genauestens durch und markierte wichtige Punkte mit einem Textmarker.

Funfact: Im Laufe meiner Prüfungsvorbereitung hatte ich von einem 6er-Pack Textmarker fünf bereits verschlissen.

Den sechsten hatte ich natürlich für die Prüfung eingepackt. Außerdem noch ein Lineal, mehrere Kugelschreiber, ein Getränk, etwas zum Essen, Hustenbonbons, Taschentücher… Ja, ich war bestens für die Apokalypse vorbereitet. 😉

Zwischendurch ist mehrfach von vielen Teilnehmenden angemerkt worden, dass einige Fragen ungewöhnlich gestellt waren, hin und wieder fehlte der Zusatz, ob es eine Einfach- oder Mehrfachauswahl sein sollte – um nur einige Ungereimtheiten zu nennen –, aber alles in allem war die Prüfung schaffbar.

Nach 20 Minuten war ich fertig und dachte, dass das wahrscheinlich kein so gutes Zeichen ist. Ich überprüfte nochmal alle Antworten, übertrug meine Ergebnisse auf den Lösungsbogen und gab nach knapp 45 Minuten meinen Prüfungsbogen ab.

Nach nur wenigen Minuten waren die Lösungen online bei vielen Schulen bereits abrufbar und –Trommelwirbel – JA, ich hatte bestanden. Die mündliche Überprüfung konnte kommen. 🙂

Schauen Sie nur auf das Pendel…

Seit mehreren Monaten hatte ich nach und nach mehrere Hypnose-Kurse des Anbieters Landsiedel belegt und mich auch dazu entschlossen, an der Zertifizierung teilzunehmen, obwohl das in gewissem Maße mit meiner Prüfungsvorbereitung kollidierte.

Für die Zertifizierung war ein hoher Anteil an Anwesenheit während der Kurse sowie ein Testing, eine Art Hausarbeit, nötig. Diese reichte ich erst nach der schriftlichen Prüfung ein und… wartete und wartete auf das Ergebnis.

Nach einigen Wochen erhielt ich die frohe Botschaft von meinem Dozenten, Tom Faith, dass ich das Testing bestanden habe und nun den Titel „Hypnosis Technician“ gemäß WHO (World Hypnosis Organization) tragen und mich dort registrieren darf.

Ein Wochenende voller Motivation und hilfreicher Tools

In meinem letzten Jahresrückblick hatte ich von einem Videokurs des IPE berichtet. Da es für meinen Erfolg im Video zu wenige Interaktionsmöglichkeiten gab, entschloss ich mich einem sehr günstigen Angebot zu folgen und diesen Kurs nochmal live in Köln zu wiederholen.

Ende März war es dann soweit. Ich freute mich riesig auf eine große Präsenzveranstaltung, ganz viel Input und Selbsterfahrung. Das Event war gut organisiert, der Spirit trug uns alle wie auf Wolken durch das Wochenende und viele öffneten ihre Herzen. Natürlich war es auch eine Werbe- und Verkaufsveranstaltung für größere Kurse und Ausbildungen, aber dennoch war der Input für die wenige Zeit und das geringe Budget, enorm bereichernd und sehr reichhaltig.

Der große Tag – Zwischen Prüfungsstress und Power Poses

Klar bin ich so zu sagen „vom Fach“, aber wer meint, dass ich total cool und gelassen in eine mündliche Prüfung gehen kann, irrt gewaltig! In dieser Prüfung kann praktisch ALLES abgefragt werden – und wahrscheinlich noch so viel mehr –, was im Entferntesten mit dem Kapitel F der ICD-10 zu tun hat.

Ich war super nervös! Aber wie bereits angemerkt, bin ich „vom Fach“ und es wäre doch wirklich zu schade, wenn ich keinen Weg finden könnte, mir selbst zu helfen. Gesagt, getan.

Mein hilfreichstes Tool heißt „Power Poses“ von Amy Cuddy. Ich hatte ein YouTube-Video davon gefunden und es mir kurz vor der Prüfung mehrfach angeschaut. Die Quintessenz ist die, dass man seinen Körper gerade, aufrecht und „stark“ positionieren sollte, damit das Nervensystem suggeriert bekommt und versteht: Du bist hier der Boss. Du kannst das und du zeigst es auch.

Die Wirkung im eigenen Nervensystem ist die, dass es dem Körper „glaubt“ und daher die Nervosität herunterschraubt. Dadurch sind die Blockaden, die „Blackouts“ verursachen können, quasi ausgehebelt und man kann sein Wissen besser abrufen.

Das Gegenüber erkennt die Wirkung ebenfalls an der souveränen Körperhaltung und ist bereits von der Kompetenz so gut wie überzeugt, noch bevor die Prüfung beginnt.

Ergebnis: Nach 50 Minuten bin ich mit Freudentränen in den Augenwinkeln und überglücklich als frischgebackene Heilpraktikerin für Psychotherapie aus der Prüfung raus gegangen. Und das Fazit der Prüfenden war sehr positiv.

Natürlich habe ich viel gelernt, aber ich bin sicher, dass auch mein antrainiertes Mindset, nicht zuletzt durch die „Power Poses“, ebenfalls zum Bestehen der Überprüfung geführt hat.

Ein runder Geburtstag

Im September feierte ich einen runden Geburtstag, aber da wir nicht gerne über das Alter und Gewicht einer Dame sprechen wollen, bleibt es ein „Geheimnis“, welche Zahl auf der Torte stand. 😉

Wir waren in einem sehr, sehr schön gelegenen Restaurant und haben unglaublich lecker gegessen und eine tolle Zeit zusammen verbracht.

Meine beste Freundin, die ich schon mehr als ein viertel Jahrhundert kenne, hat mir ein besonders tolles Geschenk gemacht. In vielen Kisten und Verpackungen, mit viel Glitzer, Konfetti, Pompons und Füllmaterial, waren unzählige Kleinigkeiten verpackt, die uns an unsere lange Freundschaft erinnern. Wir hatten viel Spaß beim Auspacken (und Auffegen der glitzerigen Füllung). 😀

Wenn Wünsche wahr werden

Wenn andere Menschen – insbesondere in den Medien – darüber berichten oder ganze Bücher dazu schreiben, dass es ja ganz einfach sei, sich Herzenswünsche „mal eben schnell“ zu „wünschen“ oder zu „manifestieren“, konnte ich das bis vor Kurzem kaum glauben. Ja, ich kannte das, wenn ich ganz fest an etwas denke, z. B. gelbe Blumen, dann fallen mir plötzlich überall gelbe Blumen auf. Aber habe ich sie wirklich manifestiert oder ist es nur meine gelenkte Aufmerksamkeit, die aktuell darauf gezielt gelenkt wird? Schwer zu sagen…

Aber eine Erfahrung hat mich eines Besseren belehrt:

Auf der Suche nach einer Praxis, in die ich mit einsteigen könnte oder wo ich einen Raum untermieten könnte, hielt ich Ausschau nach passenden Praxen und Praxisgemeinschaften in meiner Umgebung. Einige, die mich besonders ansprachen, optisch oder aufgrund der örtlichen Lage, fasste ich in die engere Wahl und beschloss diese Kolleg*innen nach und anzuschreiben und nachzufragen.

Wie sich herausstellte, hatte ich jedoch bei den „falschen“ Personen mit dem Kontakt begonnen. Einige antworteten gar nicht, andere waren alles andere als freundlich. Ich zweifelte langsam daran, ob das der richtige Ansatz war und kontaktierte nicht alle, die ich herausgesucht hatte. Darunter war auch eine Praxis, die sehr zentral liegt und die mir von Anfang an optisch sehr gut gefallen hat. Wenn ich die Wahl gehabt hätte, dann wäre das meine erste Wahl gewesen.

Dennoch gingen meine Pläne zunächst in eine andere Richtung und ich hatte weitere Gespräche über andere Kooperationen. Alles schien sich irgendwie dann zu fügen.

An einem Tag, ich war leider krank, allein zu Hause und nicht sehr motiviert, stieß ich zufällig über eine Anzeige, in der ein*e Untermieter*in gesucht wurde. Und hat es jemand erraten? Es war DIE eine Praxis.

Geschrieben, telefoniert, Treffen vereinbart, einige Nächte darüber geschlafen, aber es fühlte sich alles richtig an. Wir waren uns einig und daher habe ich mich als Untermieterin in die Praxis RED Coach bei Kerstin Joan König und Simone Mebdouhi eingemietet.

Vielen Dank für diese Chance! 🙂

Was ich auch noch berichten möchte

  • Einer meiner Lernpartner und Kollege Bernd Schartau – ebenfalls Heilpraktiker für Psychotherapie in eigener Praxis – feierte im März seinen Abschluss (bestanden im Dezember 2022).
  • Seit dem Frühjahr treffe ich mich in der Regel wöchentlich mit zwei Kolleg*innen, Bessy Sancar-Kluger und Thomas Oesterberg, die ebenfalls als Heilpraktiker*in für Psychotherapie in eigener Praxis tätig sind. Online in Zoom praktizieren wir gemeinsam die klientenzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers sowohl im Rahmen der Selbsterfahrung als auch zur gegenseitigen Intervision.
  • Reise nach Cuxhaven: Hier entstanden die schönen Fotos von meiner Webseite mit der tollen Fotografin Sandra Köster.
  • Meine Abschlussfeier mit Lernpartner*innen und Freund*innen fand im September statt.
  • Reise nach Lanzarote nach meinem Geburtstag war wieder wunderschön. Unten sieht man den Blick aus dem U-Boot mit dem wir dort eine Runde gefahren sind.
  • Meine neue große Liebe: die Hypnosystemik nach Gunther Schmidt und viele tolle Kursaufzeichnungen, die ich mir bei Auditorium Netzwerk anschauen durfte.
  • Noch mehr Hypnose – jetzt auch maßgeschneidert möglich, gelernt im Kurs „Hypnose Design“ ebenfalls mit Tom Faith.
  • Noch mehr liebe Menschen kommen in mein Leben.
  • Mein Sohn besteht die Seepferdchen-Prüfung!
  • Weihnachten und Silvester – entspannt wie eh und je. 🙂
Fisch aus dem Bullauge

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder schreib mir eine E-Mail (lidija@lidijatesche.de), falls du Fragen, (Themen)Wünsche, Anregungen oder Kritik an und für mich hast.

Ich freue mich sehr von dir zu lesen.

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